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Laptopspenden - Interview mit Frank Geisler, Gründer von Labdoo Schweiz

Donnerstag, 14.1.2021

Der Verein Labdoo ist ein gemeinnütziges Hilfsprojekt, das Kindergärten, Schulen, Waisenhäusern und Flüchtlingsheimen im In- und Ausland mittels Laptops einen Zugang zu IT und Bildung ermöglicht. In den vergangenen 10 Jahren wurden weltweit über 27’000 Laptops aufbereitet, mehr als 1’900 Bildungsprojekte unterstützt und damit rund 600’000 Kindern, Jugendlichen, Waisen sowie Flüchtlingen ein Lernen mit Zukunft ermöglicht. Wir von Process Partner unterstützen dieses Projekt seit vielen Jahren aktiv mit. So sind wir offizielle Annahmestelle für Spenden in der Ostschweiz. Erfahren Sie in unserem Interview mit Frank Geisler, dem Gründer von Labdoo in der Schweiz, mehr über dieses tolle Projekt und die Möglichkeiten, selber zu helfen.  

Frank Geisler

 

 

 

 

Wie bist Du auf die Organisation Labdoo aufmerksam geworden?
Im Herbst 2011 wurde ich von ehemaligen Kollegen in Deutschland auf die Idee von Labdoo und einen Artikel in der FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) aufmerksam gemacht. Labdoo war damals gerade im Entstehen und durfte sich erstmals im Rahmen eines TEDx Events im Mai 2011 einem breiteren Publikum präsentieren. Zum Ted Talk hier.

Was hat dich motiviert Labdoo in der Schweiz zu gründen? Was war die Idee?
Die Idee ausgediente IT wieder aufzubereiten anstatt einfach wegzuschmeissen und dazu gleichzeitig noch etwas Gutes im Sinne der Nachhaltigkeit sowie der Bildung unterprivilegierter Kinder und Jugendlicher zu tun, hat mich von Anfang an begeistert.
Unsere Vision und Grundidee ist „Stell Dir eine Welt vor, in der Bildung für alle zugänglich ist“. Kombiniert mit unserer Mission „Wir fördern Bildung auf der ganzen Welt durch globale Zusammenarbeit“ ermöglicht unser Hilfsprojekt Kindergärten, Schulen, Waisenhäusern und Flüchtlingsheimen im In- und Ausland mittels Laptops einen Zugang zu IT und Bildung zu schaffen.


Gab es anfangs Hürden zu bewältigen?
Die erste Hürde, die es zu überwinden galt, war für ausreichend Laptopspenden zu sorgen. Dank eines grossen Netzwerks dauerte es nicht lang, bis wir die ersten Schulen mit Gerätespenden unterstützen konnten.


Wie viel freiwillige Mitarbeiter arbeiten für Labdoo?
Derzeit sind über 100 Freiwillige in der gesamten Schweiz aktiv. Weltweit setzen sich über 4‘000 Menschen für unsere Ziele ein.


In welchen Ländern ist Labdoo ausserdem noch vertreten?
Labdoo ist derzeit in 138 Ländern aktiv. Zu den Ländern mit dem grössten Aufkommen an gespendeten Geräten gehören neben Deutschland, der Schweiz und Österreich vor allem Spanien und USA.


Wie erfolgt die Auswahl der Kinder und Jugendlichen, die auf einen Laptop warten? Wird jemand aufgrund bestimmter Kriterien priorisiert?
Labdoo unterstützt keine Einzelpersonen sondern nur Bildungseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Waisenhäuser oder Flüchtlingsheime. Die Warteliste ist lang und so gehen wir nach dem „first come, first serve“ Prinzip vor. Prinzipiell kann aber jede Bildungseinrichtung bei Labdoo einen Antrag für Gerätespenden stellen, wobei wir genau prüfen, ob die Mindestanforderungen erfüllt werden. Empfänger-Vereinbarung

Labdoo Nepal

Was passiert nachdem die Laptops bei uns in St. Gallen abgeholt wurden?
Alle gespendeten Laptops werden in unserer Logistikzentrale in Oberwil-Lieli gesammelt. Dort werden Sie gereinigt und desinfiziert, auf Herz und Nieren geprüft, alle Daten gelöscht und mit einem neuen Betriebssystem (Linux/Lubuntu) sowie hunderten von Lernprogrammen ausgestattet. Nach einer weiteren Qualitätskontrolle sind die Geräte bereit und können auf ihre Reise zu den Empfängern gehen.


Wie viele Laptops wurden seit der Gründung 2012 gespendet? Bist Du zufrieden mit der Resonanz oder ist der Bedarf an Laptops noch lange nicht gedeckt?
Weltweit sind bereits über 27‘000 Laptops zusammengekommen, was ein tolles Ergebnis ist. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Von Jahr zu Jahr steigen die Zahlen der gespendeten Geräte und es gibt alleine in der Schweiz noch Millionen ungebrauchter Laptops bei Firmen und Privaten. Bei den Bildungseinrichtungen sieht es ähnlich aus: Auch wenn Labdoo bereits annähernd 2‘000 Bildungsprojekte mit rund 600‘000 Lernenden weltweit unterstützt, so hat es doch Millionen Bedürftige, die sehnsüchtig auf den Zugriff auf IT und verbesserte Bildungschancen hoffen.


Was ratest Du Leuten, die auch gerne eine Labdoo-Spendenaktion starten möchten?
Wenn eine Privatperson oder ein Unternehmen eine Laptop-Spende machen möchte, dann kann das einfach bei einer der vielen Annahmestellen in der gesamten Schweiz erfolgen. Für die Ostschweiz und die Region St. Gallen ist der Sitz der Firma Process Partner AG an der Bionstrasse 5 in 9015 St. Gallen die optimale Annahmestelle. Alle Annahmestellen in der Schweiz sind hier zu finden.  Annahmestellen

Unternehmen, die Labdoo gerne unterstützen wollen, können das auf verschiedene Art und Weise tun: Einerseits können z.B. weitere Annahmestellen geschaffen werden, welche die Logistik vereinfachen und so zu mehr Rücklauf bei den Notebooks führen. Andererseits ist Labdoo aber auch froh über Ressourcen-Spenden.
Labdoo ist auch um jegliche personelle Unterstützung froh.

Gerne kann man Labdoo auch einfach unterstützen, indem man im privaten oder Firmenumfeld nach ausgedienten Laptops Ausschau hält und seine Freunde und Bekannten motiviert, unser spannendes und nachhaltiges Hilfsprojekt zu unterstützen.

 

Weitere Informationen zu Labdoo finden Sie hier.

 

Hinweis: Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ist unser Büro nur eingeschränkt besetzt. Rufen Sie uns deshalb bitte kurz an (071 314 07 07), wenn Sie bei uns Spenden für Labdoo abgeben möchten.

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